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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 167 mal aufgerufen
 Bands
NeuroPsychosis Offline

dead soul (admine)
Beiträge: 622


20.02.2008 16:22
Dreadful Shadows Zitat · antworten
Dreadful Shadows, 05.10.2007,Berlin Kesselhaus in der Kulturbrauerei

Von Rosalie Rittmann

-Taumel in eine andere Welt-

Endlich war es soweit. Endlich kam der 5. Oktober und brachte mit sich einen wunderbaren Abend, der unweigerlich Erinnerungen und ein Gefühl von den älteren Zeiten der Gothrock-Ära mit sich zog. Viele Jahre waren vergangen, seit dem die Dreadful Shadows das letzte Mal ihre Songs einem Publikum darbot und noch viele Jahre mehr, da Sven Friedrich mit seinen damaligen Mitstreitern die Band gründete und die schwarze Szene mit gefühlvollen, melancholischem, andererseits aber auch kraftvollen episch rockigen Songs bereicherte. Nach also 15 Jahren Musikgeschichte und einigen Line-Up-Wechseln konnte man diesen Auftritt also guten Gewissens als eine Art Bandjubiläum auffassen, denn genau so fühlte es sich an, einfach großartig.

19.45 Uhr. Vor der Kulturbrauerei sowie auf dem Innengelände dieser stehen und unterhalten sich schon Mengen von Leuten aller Art, die meisten natürlich „schwarz angehaucht“ oder mehr. Wir (meine Begleitung und ich;-) ) betreten das Kesselhaus und schon in der Konzerthalle wurde klar, dass es viele Leute zum Bandauftritt gezogen hatte und die Halle füllte sich während der langen Wartezeit. Bevor es 21.30 Uhr losgehen konnte machte uns eine aus einem Lautsprecher kommende Stimme darauf aufmerksam, das Konzert würde in wenigen Minuten beginnen. Daraufhin konnten wir auf der an der Seite befindlichen Leinwand einen Willkommensgruß an uns Fans lesen und wir hatten die Gelegenheit auf der Leinwand Archivmaterial wie Musikvideos, Liveaufnahmen, Privataufnahmen und Archivfotos der Band zu sehen um uns schon einmal einzustimmen, leider schallte uns aber Dreadful Shadows-externe Musik aus den Lautsprechern entgegen, dennoch angenehm. Die Stimme aus dem Lautsprecher von vorhin zählte zuguterletzt den Countdown von 20 Sekunden bis zum Konzertbeginn herunter und die Spannung stieg: 3,2,1…0!

Der Auftakt eines die Sinne berauschendes Konzerts erfolgte mit dem Intro „Prelude“ und dem Opener „Futility“ aus dem Album „The Cycle“, das letzte Album der Shadows, welches stilistisch moderner als die Vorgängeralben anmutet, dennoch aber den typischen Stil der Band behielt sowie Svens charismatischen unverfehlbaren Gesang. Bereits hier wurde klar, dass die Dreadful Shadows eine Gastsängerin für die bekannten Gesangsparts der Ausnahmesängerin Gitane Demone mitgebracht hatten, deren Stimme man schon von anderen Dreadful Shadows-Veröffentlichungen kannte- Sängerin Juliane Richter von der Gothwaveband Eminence of Darkness.
Es folgten weitere Songs aus dem letzten Album, aber dennoch kamen die anderen Alben der Shadows nicht zu kurz. Für so einige Songs hatte die Band des Abends sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen,nämlich musikalische Unterstützung durch Violinist M. Stolz und Cellospieler Benni Cellini (welch passender Name)von der Letzten Instanz, die ebenfalls unter großem Applaus begrüßt wurden. Sie bewirkten auf ihren Instrumenten kleine Wunder während Songs wie „Drowning Sun“ und „Ties of Time“. Ausserdem steuerte Phine, die Tochter eines Bandmitglieds, Geigenparts zu „A Sea of Tears“ und zollte somit auf ihre Weise der Band Tribut.
Bei solchen Songs wie „Condemnation“ und „Dusk“ vom Buried Again-Release konnten einem schon mal Tränen in die Augen fließen und ich denke, es ging nicht nur mir so wenn ich sage, dass einige Songs einfach eine Wahnsinnsgänsehaut verursachten sowie den Eindruck eines perfekt eingespielten und miteinander harmonierenden (Band)Teams. Dass die Band Spaß hatte, die sozusagen „alten“ Songs endlich mal wieder zum Besten zu geben hat man wohl sehr deutlich gemerkt und Svens sympathische,natürliche und nicht gespielte Art der Ansagen und Zwischenkommentare lockerte die Zuschauer auch auf und liess uns doch nach herzzerspringenden Performances wie „Craving“ und „Ties of Time“ (aus „Beyond the Maze“) schmunzeln („Jetzt sind wir ja wieder unter uns,da kann ick ja wieder berlinern,oder?“).
Nach zahlreichen Zugaben und Cover-Versionen von „Twist in my Sobriety“, „Lullaby“ und „True Faith“ stellte er fest, dass die Shadows jetzt doch den Song spielen müssten, vor dem sie sich gern „drücken“ wollten: Das fulminante Konzert einer kleinen (aber feinen) Legende endete nach etwa zweieinhalb Stunden mit dem allerersten Song der Band überhaupt und eines der Lieblingsstücke von vielen Fans (einschließlich mir) der ganz und gar nicht fürchterlichen Schatten-„Funeral Procession“.

Dieses Konzert hat mir und den zahlreichen anderen Besuchern wahrlich ein schwärmerisches Lächeln ins Gesicht gezaubert. Es war einfach wunderbar, diese Band die weit und breit bekannten und geliebten alten Songs vortragen zu sehen. Man muss nicht erst zu Konzerten von weltberühmten großen Künstlern gehen um einen schönen Abend zu erleben, den man so schnell nicht wieder vergißt und auch nicht mehr vergessen und missen will.

"Die Zeit verbrennt mich, doch ich schreie nicht"
Oswald Henke


+++R.I.P. Rozz Williams (6.11.1963-01.04.1998)+++

VampiresDesire Offline

newborn
Beiträge: 15


03.03.2008 17:38
#2 RE: Dreadful Shadows Zitat · antworten

hach...da war ick auch...
war einfach nur genial...

^^life is killing me^^


NeuroPsychosis Offline

dead soul (admine)
Beiträge: 622


23.04.2008 00:07
#3 RE: Dreadful Shadows Zitat · antworten

Freue mich schon jetzt wie ein Lolli auf deren Auftritt auf dem Zita..hoffentlich nicht so kurz

"Die Zeit verbrennt mich, doch ich schreie nicht"
Oswald Henke


+++R.I.P. Rozz Williams (6.11.1963-01.04.1998)+++

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